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Wasser statt Öl

Anfang des 20. Jahrhunderts suchte der holländische Bergbauingenieur Adrian Stoop in Bad Wiessee nach Öl und wurde zunächst auch fündig. Doch schon bald versiegte das „Bayerische Texas“ und anstelle des schwarzen Goldes sprudelte stark nach Schwefel riechendes Wasser aus dem Bohrloch.

Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass Stoop auf die stärkste Jod-Schwefel-Quelle Deutschlands gestoßen war. Der Wiesseer Arzt Dr. Erwin von Dessauer erkannte die Bedeutung des Wassers und auf seine Anregung hin wurden am 22. Juli 1910 die ersten Original Wiesseer Quellenbäder verabreicht.

Durchschlagender Erfolg und königliche Weihen

Die Wirkung sprach sich wie ein Lauffeuer herum. Die Zahl von 160.000 Behandlungen im Jahr 1935 belegt eindrucksvoll den bedeutenden Ruf der Quellen, eine Zahl übrigens, die in den siebziger Jahren nach Erschließung der Adrianus-Quelle sogar noch überschritten wurde.

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Heute so gut wie damals

Dem Gast stehen heute fast 30 Kabinen für individuelle Wannen- und Sprühbäder zur Verfügung. Wer also nicht nach beliebig austauschbaren Wellness-Angeboten, sondern nach effizientem „Gesundbaden“ sucht, der kommt an Deutschlands stärkster Jod-Schwefelquelle nicht vorbei.